15.11.21

Samtgemeinde Bersenbrück und Westenergie verleihen Klimaschutzpreis - Drei Projekte zum Natur- und Umweltschutz ausgezeichnet

Bersenbrück. Die Revitalisierung der Haseaue in Gehrde Rüsfort, Blühflächen und Insektenschutz in Bersenbrück sowie eine Streuobstwiese in Ankum sind die Natur- und Umweltschutzprojekte, die in diesem Jahr Klimaschutzpreise der Westenergie erhalten.

Gemeinsam mit der Samtgemeinde Bersenbrück hat das Energieunternehmen die drei Projekte aus einer ganzen Reihe von interessanten Bewerbungen ausgewählt. Im Rathaus der Samtgemeinde überreichten Samtgemeindebürgermeister Michael Wernke und Thomas Jablonski, Kommunalbeauftragter bei Westenergie zusammen mit den Ortsbürgermeistern die Klimaschutzpreise. Mit dabei auch Tanja Kalmlage, Klimaschutzmanagerin der Samtgemeinde.

„Ich freue mich sehr über das vielfältige Engagement in unserer Samtgemeinde und die Möglichkeit, die Aktionen auch entsprechend würdigen zu können“ erklärte Michael Wernke. „Die Arbeit der Vereine und Initiativen verdient unsere Hochachtung und Wertschätzung. Der Preis soll eine Anerkennung für Geleistetes sein, gleichzeitig bietet das Preisgeld die Möglichkeit, weitere Projekte und Ideen umsetzen zu können“, erläuterte Thomas Jablonski.

Den ersten Preis in Höhe von 1250 Euro erhielt die Niedersächsisch-westfälische Anglervereinigung Osnabrück für die Revitalisierung der Haseaue in Gehrde Rüsfort, die noch fortgeführt wird. Die Angler haben auf ihrem Grundstück – einer Fläche von 2,5 Hektar, die zuvor als Mähwiese genutzt wurde – einen Meter Boden abgetragen, damit die Hase bei Hochwasser diese Fläche überschwemmen kann. Dadurch ist ein Auebereich entstanden, der Lebensraum für Pflanzen und Tiere im Feuchtraumbereich bietet. Als nächstes entstand in dem Auebereich ein stark strukturierter Seitenarm der Hase, der Fischen und Amphibien in flachen Ausbuchtungen bessere Lebensräume bietet. Dazu wurde an mehreren Stellen Totholz verbaut sowie eine Leitbuhne als Strömungslenker, um ein Drittel des Hasewassers durch den Seitenarm zu lenken. Der Hasearm bietet zudem eine Optimierung der Strukturvielfalt für Libellen. Jürgen Lindemann, zweiter Vorsitzender der Anglervereinigung freute sich über den ersten Preis ebenso wie Gehrdes Bürgermeister Günther Voskamp, der das Engagement der Angler lobte.

Den zweiten Preis in Höhe von 750 Euro teilen sich die katholische Kirchengemeinde St. Vincentius und die katholische Kindertagesstätte Zur Freude in Bersenbrück. Auf einer Fläche von 4600 Quadratmetern haben Mitglieder der Kirchengemeinde Blühflächen angelegt, zum Teil unterstützt von den Kita-Kindern. Rund um Pfarrhaus, Friedhof und Kita wachsen nun Wildblumen, die in diesem Sommer schon eindrucksvoll geblüht haben. Der Kirchenvorstand und die Kinder pflegen die Blühflächen gemeinsam. In der Kita wurden zudem Schmetterlings- und Marienkäferhotels gebaut und die Kinder haben sich bei der Aufzucht und Auswilderung der Insekten engagiert. Des Weiteren wurden Müllvermeidung und -trennung sowie ein Müllsammeltag im Rahmen der Nachhaltigkeit in der Kita thematisiert. Kita-Leiterin Michaela Lohbeck und Franz Buitmann von der Kirchengemeinde St. Vincentius und nahmen den Klimaschutzpreis entgegen, Stadtbürgermeister Christian Klütsch zeigte sich von der gemeinsamen Naturschutzaktion im Zentrum Bersenbrücks begeistert.

Über den dritten Preis in Höhe von 500 Euro freut sich der Heimat- und Verkehrsverein Ankum, dessen Vorsitzender Günter Lonnemann nahm ihn entgegen. Die Mitglieder des Vereins haben auf einer etwa zwei Hektar großen Fläche mit Feuchtbiotop und natürlicher Wasserquelle an der Straße „Kettenkamper Weg“ eine Streuobstwiese mit 40 Obstbäumen angelegt. Ergänzend wurde eine 100 Meter lange, dreireihige Wildstrauchhecke als Unterschlupf für Vögel und kleine Tiere gepflanzt und ein vier Meter breiter Blühstreifen eingesät. Außerdem bauten die Vereinsmitglieder einen Unterstand für Bienenstöcke und brachten zahlreiche Nisthilfen für Vögel an.

Der Klimaschutzpreis von Westenergie wurde anhand der Kriterien Wirksamkeit für den Umweltschutz, Innovationsgrad, Kreativität, Vorbildwirkung sowie Nachhaltigkeit und persönlicher Einsatz bestimmt. Gewürdigt werden Initiativen, die sich in besonderem Maße für den Klima- und Umweltschutz einsetzen. Strom sparen, Luft und Wasser verbessern, Lebensräume erhalten: Klimaschutz erstreckt sich auf viele Gebiete. Entsprechend unterschiedlich waren die Ideen. Westenergie und die jeweilige Partnerkommune schreiben den Westenergie Klimaschutzpreis jährlich aus und stellen auch gemeinsam die Jury.

Seit 1995 machen Westenergie und ihre Partnerkommunen im Versorgungsgebiet von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz mit dem Klimaschutzpreis gute Ideen und vorbildliche Aktionen aus dem lokalen und regionalen Umfeld für die Öffentlichkeit sichtbar. Der Klimaschutzpreis von Westenergie regt damit auch zum Nachahmen an und macht Mut, selbst aktiv zu werden.

Mehr als 7.500 Initiativen, Projekte und Gruppen haben damit inzwischen die Auszeichnung seit dem Start 1995 erhalten, dazu nach Größe der teilnehmenden Kommune gestaffelte Geldprämien. Weitere Infos zum Westenergie Klimaschutzpreis unter www.westenergie.de/klimaschutzpreis.

Text Samtgemeinde Bersenbrück

Foto 1 (siehe oben) Samtgemeinde Bersenbrück: Tanja Kalmlage (links) und Michael Wernke (2. von rechts) von der Samtgemeinde sowie Thomas Jablonski (rechts) von Westenergie freuen sich mit den Preisträgern des diesjährigen Klimaschutzpreises: Jürgen Lindemann (Anglervereinigung), Günter Lonnemann (Heimatverein), Franz Buitmann(Kirchengemeinde), Michaela Lohbeck (Kita Zur Freude) und Otto Dyckhoff (Kirchengemeinde).

Foto 2 Samtgemeinde Bersenbrück: Thomas Jablonski nahm die Preisverleihung an die beiden Vertreterinnen des Kindergartens Zur Freude Kerstin Wille (mitte) und Michaela Scherder (rechts)

Foto 3 Samtgemeinde Bersenbrück: Samtgemeindebürgermeister Michael Werncke (2.v.li.) und Stadtbürgermeister Christian Klütsch (rechts) übergaben die Siegerurkunde an Franz Buitmann (1. v.li.) und Otto Dyckhoff (2.v.re.) von der St. Vincentius Gemeinde.