18.07.20

Kirchenentdeckertour

Liebe Kinder, liebe Familien, ich bin Niki, die Kirchenmaus! Gemeinsam mit euch möchte ich die Kirche als besonderen Ort besuchen und freue mich, dass ihr dabei seid!

Viele Kinder aus Vörden werden mich auf den Bildern wiedererkennen, weil ich in den Krabbelgottesdiensten der Kirchenmäuse immer dabei bin. Ich heiße: Niki – Niki, die Kirchenmaus!

 

 

Die Kirche ist das Haus Gottes, in dem sich Menschen versammeln, um gemeinsam zu beten, also mit Gott zu sprechen. Im Moment ist es etwas ruhiger in der Kirche und ich habe mal Zeit, mir einige Dinge näher anzuschauen, die mir sonst gar nicht aufgefallen sind. Das ist echt spannend!

Zu unserer Pfarreiengemeinschaft Hasegrund gehören vier große Kirchen: in Alfhausen, Bersenbrück, Rieste und Vörden. Jede Kirche hat einen Namen. Weißt du, wie deine Kirche heißt? Frag` doch mal Mama oder Papa. Was ich hier entdecke, findest du auch in der Kirche, in der du zu Hause bist.

Jetzt gehe ich mit dir gemeinsam auf eine Kirchenentdeckertour. Los geht`s!

 

 

Weihwasserbecken

Gleich am Eingang der Kirche ist ein Weihwasserbecken. Menschen, die in die Kirche kommen, tauchen die Finger in das Weihwasser und machen das Kreuzzeichen. Dieses Zeichen bedeutet: ich bin getauft und ich gehöre zu Gott!

 

 

Kreuz

Hier in der Kirche hängt ein großes Kreuz über dem Altar und es gibt viele kleine Kreuze an den Kirchenwänden. Ich habe von einem Maus - Freund gehört, dass es in der St. Johannes Kirche in Rieste ein ganz besonderes Kreuz gibt und deshalb viele Menschen dorthin kommen. Das Kreuz erzählt von Jesus: er ist gestorben und er ist auferstanden. Er ist bei uns und hat uns lieb! Das finde ich total gut, weil ich weiß, dass ich nie alleine bin.

Gibt es bei dir zu Hause auch ein Kreuz?

 

 

 

Ambo

Ja, ich kann auch lesen! Dieses Buch ist das wichtigste Buch im Gottesdienst, daraus werden Texte aus der Bibel vorgelesen. Der wichtigste Text im Gottesdienst ist das Evangelium, das uns von Jesus erzählt. Einige Sachen, die Jesus gemacht hat, sind für mich schwer zu verstehen und manche Sachen finde ich richtig gut. Ich habe mich immer gewundert, warum die Leute im Gottesdienst vor dem Evangelium drei kleine Kreuzzeichen auf ihre Stirn, auf ihren Mund und auf ihre Brust machen. Der Priester hat es einmal den Kindern erklärt, da habe ich genau zugehört: Ich will das Wort Gottes verstehen, ich will es weitersagen, ich will es in meinem Herzen tragen.  

 

Taufbecken

Hier bin ich am Taufbecken, das gibt es in jeder Kirche. Bei der Taufe werden (meistens Babys) mit geweihtem Wasser getauft. Der Priester oder der Diakon gießt das gesegnete Wasser über den Kopf und spricht dabei: „Ich taufe dich auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ So, wie wir Wasser zum Leben brauchen, so ist Wasser auch das wichtigste Zeichen bei der Taufe. Allerdings finden das nicht alle Babys gut, weil sie ja oft noch sehr klein sind und ein bisschen wasserscheu. Übrigens: unsere erste Entdeckung war das Weihwasserbecken. Wenn du dort das Kreuzzeichen machst, kannst du daran denken, dass du getauft bist.

In welcher Kirche wurdest du denn getauft?

 

Altar

Dieser Tisch ist ein ganz besonderer Tisch, der Altar. Hier ist der Altar aus Holz gebaut, in den anderen Kirchen unserer Pfarreiengemeinschaft ist er aus besonderem Stein gemacht. Normalerweise stehen hier nur das Brot und der Wein, in dem Jesus zu uns kommt. Eigentlich sitze ich hier natürlich nicht, aber ich möchte euch diesen besonderen Ort unbedingt zeigen. Hier feiern die Menschen gemeinsam das Heilige Mahl und erinnern sich an das letzte Abendmahl, das Jesus mit seinen Freunden gefeiert hat. Ich habe schon manchmal miterlebt, dass sich Kinder und Erwachsene um den Altar versammelt haben – das ist immer ein ganz tolles Gefühl, so eine Gemeinschaft.

 

 

Tabernakel

Nun habe ich auch noch einen ganz besonderen Schrank entdeckt, er sieht sehr kostbar und schön aus. Dieser Ort ist gar nicht weit entfernt vom Altar und daneben brennt eine Kerze. Die Kerze brennt Tag und Nacht, deshalb nennt man sie „ewiges Licht“. Dieses Licht erinnert uns daran, dass Jesus in dem Brot, das im Tabernakel aufbewahrt wird, immer da ist. Weil dieses gewandelte Brot so wertvoll für uns ist, wird es dort in einer Goldschale aufbewahrt. Gerade muss ich wieder daran denken, dass ich hier also nicht alleine bin, Jesus ist auch da.

 

 

Osterkerze

So eine Kerze habt ihr bestimmt auch schon in eurer Kirche gesehen? Sie ist auf jeden Fall die größte Kerze in einer Kirche, damit man sie gut sehen kann. Die Osterkerze sieht immer etwas unterschiedlich aus, aber bestimmte Dinge sind gleich. Auf jeder Osterkerze ist ein Kreuz zu sehen und auch fünf rote Nägel aus Wachs. Sie erinnern uns an die Stellen, an denen Jesus am Kreuz verletzt wurde. Auf einer Osterkerze kannst du immer die beiden Buchstaben Alpha und Omega finden. Sie stehen dafür, dass Gott von Anfang bis zum Ende immer bei uns bleibt. An dieser tollen Kerze wurde auch deine Taufkerze entzündet, die ja auch eine ganz besondere Kerze ist.

 

 

Marienaltar

Kennt ihr Maria? Sie war die Mama von Jesus und hat sich immer um ihn gekümmert. In allen katholischen Kirchen finden wir Bilder oder Figuren von Maria, dort brennen oft ganz viele Kerzen. Ich weiß auch, wer sie angezündet hat. Manchmal beobachte ich, dass Menschen hierher kommen und eine Kerze anzünden. Meistens sind sie dabei ganz still und ruhig. Ich habe meine Mama gefragt, was die Leute machen, weil ich neugierig war. Mama - Maus hat mir erklärt, dass die Menschen zu Maria beten und ihr sagen, was sie auf dem Herzen haben. Manchmal bitten sie um Hilfe für sich selbst oder auch für einen bestimmten Menschen. Immer hoffen sie, dass Maria das Gebet Gott weitersagt.

Vielleicht fällt dir jemand ein, für den du beten möchtest? Dann kannst du mit Mama oder Papa am Kerzenaltar eine Kerze anzünden.

  

Sakristei

 

Ein kleiner Raum in den großen Kirchen ist die Sakristei. Da ist es oft viel wärmer als im Kirchenraum, deshalb habe ich mich im Winter schon mal dort eingeschlichen. Hier gibt es viele Schränke, in denen alle Gegenstände aufbewahrt werden, die man beim Gottesdienst braucht. Gewänder für den Priester und die Messdiener, Kelche, Messbücher, Kerzen und noch viele interessante Sachen. Am schönsten finde ich die bunten Messgewänder, die der Priester trägt. Es gibt viele verschiedene Farben, die an bestimmten Festen getragen werden. Jede Farbe hat eine Bedeutung, z.B. die Farbe Lila in der Advents – und Fastenzeit, die Farbe Rot steht für die Liebe Gottes, Feuer und den Heiligen Geist.

Das waren schon ganz viele Orte, die wir hier in der St. Paulus Kirche entdeckt haben. Ich könnte euch noch von vielen Entdeckungen mehr erzählen, aber jetzt bin ich erst einmal geschafft. Außerdem habe ich Hunger und werde mal außerhalb der Kirche schauen, wo ich etwas Leckeres finde. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns bald mal wieder so richtig im nächsten Krabbelgottesdienst sehen können – entweder hier in der St. Paulus Kirche oder in der St. Christophorus Kirche. Natürlich könnt ihr auch zwischendurch mit Mama, Papa oder euren Geschwistern die Kirche besuchen und nachschauen, ob ihr das findet, was ich entdeckt habe.

Bis bald und viele Grüße,

Niki!