21.12.21

Impfaktionen in St. Vincentius Kirchen wurde zum Hit Rund 400 Dosen an zwei Wochenenden verabreicht

rr Bersenbrück Nicht nur in Hausarztpraxen und bei den Aktionen des Landkreises Osnabrück können sich Bürger gegen Corona impfen lassen. Dabei wird jetzt an Orten geimpft, die noch vor gut einem Jahr undenkbar gewesen wären, aber Not macht bekannterweise erfinderisch. So boten die St. Vincentius Kirchengemeinde und die Praxis Dr. Regina Heitlage an den Samstagen vor dem 3. Und 4. Advent in der Kirche ein offenes Impfen für alle Personen ab dem 30. Lebensjahr an.

Bei diesen Impfterminen wurden Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen nicht nur angeboten, sondern alle Impfmöglichkeiten wurden auch angenommen. „Die beiden Impfaktionen verliefen tadellos und wir freuen uns, dass insgesamt 403 Dosen verimpft werden konnten“, resümiert Pfarrer Jan Wilhelm Witte. So kamen nicht nur Gemeindemitglieder aus der Pfarreiengemeinschaft zur Impfung, sondern es gab auch Bürger, die schon mal 50 Kilometer in Kauf nahmen, um sich eine Impfung ohne vorherige Terminvergabe abzuholen.

Eigentlich sollte am Samstag vor dem ersten Advent nach der Vorabendmesse ein „Advent einläuten“ auf dem Kirchplatz stattfinden. Es sollte Glühwein, Punsch und Gebäck sowie Engel aus den alten Kirchenbänken zum Kauf angeboten werden. Aber aufgrund der wieder steigenden Infektionszahlen musste die Veranstaltung abgesagt werden. So wurde auf einer Nachbesprechung die Idee geboren, eine Impfaktion in Absprache mit dem Landkreis Osnabrück in der Kirche anzubieten. „Eine tolle Idee, gerade auch den Raum der Kirche dafür zu nutzen“, meinte auch Carolina Eichhorn-Tilgner, Ärztin im Gesundheitsamt des Landkreises Osnabrück, die zusammen mit Pfarrer Witte die Umsetzung der Idee entwickelt hat und die aktiv geholfen hat, mit der Praxis Dr. Regina Heitlage einen geeigneten Kooperationspartner zu finden.

Da Wiener Würstchen und Punsch schon vorhanden waren, wurden diese sowohl vor als auch nach der Impfung gegen eine Spende für die Messdienerarbeit zum Verzehr angeboten. Viele Imfpwillige ließen sich nicht lange bitten und nahmen auch dieses Angebot an, wobei Mitglieder des Kirchenvorstandes und der Messdiener die Arbeit übernahmen. Die Impfinteressenten gelangten durch die Turmtür ins Gotteshaus und wurden dort von weiteren Ehrenamtlichen empfangen, die mithalfen den „Papierkram“ und Formalitäten zu erledigen. Kurz vor der Orgel verabreichte dann Dr. Regina Heitlage hinter einem Sichtschutz die Imfpung. Durch den zweiten Mittelgang verließen die Geimpften durch den Haupteingang das Gotteshaus.

 

Foto und Bericht: Herr Rehkamp