17.05.20

Aktion „Im Gebet verbunden“ – 6. Sonntag der Osterzeit

Hier finden Sie den Gottesdienst-Impuls für zu Hause zum 6. Sonntag der Osterzeit!

Mini-Gottesdienst zum 6. Sonntag der Osterzeit 2020 für das persönliche Gebet

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 Gebet

Allmächtiger Gott, lass uns die österliche Zeit in festlicher Freude begehen und die Auferstehung unseres Herrn preisen, damit das Ostergeheimnis, das wir in diesen fünfzig Tagen feiern, unser Leben prägt und verwandelt. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

 

Lesung

Schwestern und Brüder! Heiligt in eurem Herzen Christus, den Herrn! Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt; antwortet aber bescheiden und ehrfürchtig, denn ihr habt ein reines Gewissen, damit jene, die euren rechtschaffenen Lebenswandel in Christus in schlechten Ruf bringen, wegen ihrer Verleumdungen beschämt werden. Denn es ist besser, für gute Taten zu leiden, wenn es Gottes Wille ist, als für böse. Denn auch Christus ist der Sünden wegen ein einziges Mal gestorben, ein Gerechter für Ungerechte, damit er euch zu Gott hinführe, nachdem er dem Fleisch nach zwar getötet, aber dem Geist nach lebendig gemacht wurde.

 

Impuls

Viele kennen das Kirchenlied „Mein schönste Zier und Kleinod bist, auf Erden du, Herr Jesu Christ. Dich will ich lassen walten und allezeit, in Lieb und Leid, in meinem Herzen halten.“ In dem Text dieses Liedes geht es genau um diese Textstelle aus dem ersten Petrusbrief. Es ist ein Bekenntnis, das, wenn auch im Stil einer längst vergangenen Zeit – das genannte Lied entstand vor dem Jahr 1618 – auch heute noch berühren kann. Und wer eine Herzensbeziehung zu Jesus empfindet, der wünscht sich ja, diese mit anderen Menschen zu teilen und ganz ähnliches bei anderen Menschen zu entdecken. Glaube ist schließlich zu jeder Zeit angewiesen auf den Austausch, auf die Mühe, ihn miteinander und füreinander zu buchstabieren. In dem, was die Person Jesu und der Glaube an ihn in einem Menschen bewirkt, kann man gleichzeitig Jesu österliches Leben ablesen. Glauben heißt, den lebendigen Christus in sich zu tragen und sich von dem bestimmen zu lassen, was stärker ist als alles Negative. Mit ihm zusammen kann man hoffen, das Böse durch das Gute überwinden. ER trägt einen, so wie er selbst sich hat tragen lassen. Er hilft einem, sich fallen zu lassen, wie er selbst sich hat fallen lassen in die Nacht der Ungewissheit und des Todes. Der Verfasser des Petrusbriefes macht sich und anderen nichts vor. ER weiß, wie schwer das unter Umständen sein kann.

 

Gedanken

- Bin ich in der Lage, Rede und Antwort zu und für meinen Glauben zu stehen?

- Finde ich dafür die richtigen und angemessenen Worte?

- Was tue ich für meinen Glauben? Beschäftige ich mich mit ihm? Wie lasse ich ihn wachsen und sich entwickeln?

 

Vater unser

Im Vaterunser nehmen wir teil an der innigen Beziehung zum himmlischen Vater, aus der Jesus gelebt hat. Beten wir jetzt im Heiligen Geist, so wie Jesus es uns gelehrt hat. … Vater unser im Himmel …

 

Abschluss

Der Briefträger bringt,

fröhlich pfeifend, die Post:

Lauter sonnige

Nachrichten heute!

In der Straßenbahn

sind die Leute freundlich,

ein Kind hat leise gesungen,

niemand ist böse.

Einer Mutter mit Kinderwagen

hat man sogar geholfen.

Heute, ein Frühlingstag,

der kleine Baum am Platz,

im Herbst mutwillig zerstört,

versucht tapfer

wieder zu grünen.

In seiner kleinen Sprache

Spricht er beharrlich zu uns:

Der Frühling ist stärker.

Oder auch:

Ihr habt Ostern

Nicht umsonst gefeiert.

Joop Roeland