21.09.26

Rückblick Krankenwallfahrt 2026 auf Lage

Rund 420 Menschen haben sich in diesem Jahr zur Wallfahrt auf den Weg gemacht. Aus den verschiedenen Orten kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen, um gemeinsam zu beten, Gottesdienst zu feiern und ihren Glauben miteinander zu leben.


​​„Unsere Brücke zum Leben steht fest“: Wallfahrt nach Lage in bewegten Zeiten.
​Wenn wir in diesen Tagen in die Welt schauen, spüren viele Menschen eine große Verunsicherung. Dinge, die lange Zeit als sicher und stabil galten, scheinen plötzlich ins Wanken zu geraten. Genau diese Sorge griff Bischof Dominicus in seiner Predigt beim Wallfahrtstag in Lage auf und setzte ihr eine Botschaft entgegen, die entlastet und Hoffnung schenkt.

Wenn Vertrautes zerbricht
​„Wir merken, dass das, was sonst verbindet und zusammenhält, jederzeit auseinanderbrechen kann“, betonte Bischof Dominicus mit Blick auf die weltweite Lage. „Vieles, was als stabil galt, ist plötzlich ganz fragil geworden. Menschen sagen, wir sind eher am Krieg als näher am Frieden. Was ist das für eine Zeit?“
​Gerade in solchen Momenten tut das Zusammenkommen am Lager Kreuz gut. Das Kreuz, so Bischof Dominicus, sei von jeher eine Brücke zwischen Gott und den Menschen. Es verbindet zwei Richtungen: Gott, der in Jesus herabsteigt bis in menschliche Armut, Verzweiflung und Ohnmacht und die weit ausgestreckten Arme Jesu, die alle Menschen miteinander verbinden wollen. ​Wie weit diese Verbindung reicht, zeigt sich am Kreuz selbst: Jesus wendet sich dem Missetäter an seiner Seite genauso zu wie dem römischen Hauptmann. Niemand steht außerhalb der Reichweite dieser offenen Arme.

Glaube ist kein Abarbeiten von Listen
​Eine besondere Entlastung sprach der Bischof allen mit auf den Weg, die sich auch im eigenen Glaubensleben oft unter Druck setzen:
​„Spiritualität, geistliches Leben oder einfach gesagt Frömmigkeit besteht nicht darin, etwas zu absolvieren, zu erfüllen frei nach dem Motto: Das muss ich auch noch machen, dann klappt’s. Nein, ich muss nur über diese Brücke zu Gott gehen.“
​Wir müssen diese Brücke nicht erst mühsam selbst bauen. Sie steht schon längst da. Immer wenn wir beten, in der Bibel lesen oder einfach vor dem Lager Kreuz still werden, sind wir schon längst auf dieser Brücke unterwegs.

​Eine Brücke ohne Sanierungsstau
​Mit einem Augenzwinkern holte der Bischof das Bild der Brücke mitten in unseren Alltag:
​„Unsere Brücke zum Leben ist Christus. Und diese Brücke steht und ist fest nicht wie die vielen Autobahnbrücken, die gerade saniert werden. Unsere Brücke zum Leben hat Zukunft.“ ​Am Ende stand eine Einladung an alle Pilgerinnen und Pilger: Die eigene Beziehung zu Gott lebendig zu halten, nicht aus Pflichtgefühl, sondern im Vertrauen darauf, dass diese Brücke trägt gerade dann, wenn rundherum die Fluten toben.

Dankeschön für die vielen Jahre

Ein besonderer Dank gilt am Ende allen, die zum Gelingen der Wallfahrt beigetragen haben. Ohne die vielen Helferinnen und Helfer, die sich bei der Vorbereitung und Durchführung eingebracht haben, wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich.

Auch Bischof Dominicus dankte besonders Bruder Bernhardin dem Leiter der Wallfahrt, für die umfangreiche Organisation und Vorbereitung. Mit viel Engagement und persönlichem Einsatz hat er dafür gesorgt, dass die Wallfahrt auch in diesem Jahr gut vorbereitet und durchgeführt werden konnte.

Text und Foto: © Maximilian Bergmann 2026

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Maximilian BergmannGemeindereferentTelefon: 0151 42372083E-Mail schreiben