Liebe Gläubige in der Pfarreiengemeinschaft Hasegrund!

In der letzten Wochen konnte ich Weltkirche erleben.
In der Nähe von Rom fand ein Treffen von über 600 Diakonen aus über 35 Ländern statt.

Anlass war das 50-jähige Bestehen des Ständigen Diakonats; im Bistum Osnabrück wurden die ersten Ständigen Diakone vor 40 Jahren geweiht.Bistum_Osnabrück

Am letzten Samstag feierten viele im Dom zu Osnabrück mit Bischof Bode und den Diakonen und Ihren Familien ein Dankhochamt.

In Italien erlebte man, wie unterschiedlich und reichhaltig, wie vielfältig sich der Diakonat in anderen Ländern entwickelt. Bischof Bode, der sich zur Familiensynode in Rom aufhielt, berichtete auf unserer Tagung sehr lebendig über die Atmosphäre, die Sprachenvielfalt auf der Synode. Die unterschiedlichen Lebensbedingungen von Frauen, Kindern und Familien sowie wirtschaftliche und soziale Verhältnisse in anderen Gesellschaften wurden deutlich. Es ist gut, über den Tellerrand zu schauen!

Ich möchte Ihnen kurz das Wesen des Ständigen Diakonates in unserem Bistum vorstellen. Auch bei uns ist die Entwicklung dieses Amtes im Fluss. Neben dem Diakon mit/im Zivilberuf gibt es auch den hauptamtlichen Diakon wie es bei uns Roland Wille ausübt. Mit Zivilberuf ist Josef Knapp mit mir bei uns als Ständiger Diakon tätig.

Die etwa 4 -5 jährige Ausbildung erfolgt immer nebenberuflich. Da Tätigkeiten in den Kirchengemeinden nur in der Freizeit erfolgen (können), ist die Zustimmung der Familie, besonders der Ehefrau zwingend erforderlich. Hauptwirkort ist in der Familie, dann im Beruf und durch den Beruf und schließlich das Wirken in den Gemeinden. Daher werden die Ständigen Diakone mit ZB auch nicht in einem Stellenplan berücksichtigt. In der Regel wirken sie an ihrem Wohn- und Arbeitsort. Daher kann der Diakon mit ZB kein anderes Amt ersetzen (was er auch nie sollte) noch andere pastorale Berufe. Auch aktive Laien werden nicht überflüssig, sondern sollten Hilfe und Unterstützung erfahren.
Charismen (Begabungen)gläubiger Menschen zu erkennen und Ihnen helfen, diese einzubringen, ist eine weitere wichtige Aufgabe des Ständigen Diakons. Diakone sollen das Auge der Kirche sein. Durch ihre Familien in den unterschiedlichsten Lebensphasen, durch ihre Berufstätigkeit in den unterschiedlichsten Branchen können sie deren Anliegen mit in den Gottesdienst nehmen. Anderseits nehmen Sie den Segen Gottes mit an ihre Wirkorte.
Kirche ohne diakonales Wirken ist keine Kirche. Mit der Caritas hat die katholische Kirche eine professionelle Hilfsorganisation geschaffen, die eine Verwurzelung in den Gemeinden benötigt. Jeder Gläubige ist zum Helfen aufgefordert, wie es in vielen Familien und Gemeinschaften auch üblich ist.

Eine besondere Herausforderung kommt auf uns mit den Flüchtlingen zu.
Im liturgischen Dienst ist der Ständige Diakon an der Querstola erkenntlich.

Seine Aufgaben in der Eucharistiefeier spiegeln sein Wirken im Familien- und Berufsfeld.
Hinweisen möchte ich auf eine Ausstellung in Paderborn: Nächstenliebe-von den ersten Christen bis zur Gegenwart!

Ich grüße Sie herzlich

Hubert Siemer, Diakon im Zivilberuf

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